Junge afrikanische Forscher zu führenden Wissenschaftlern in ihrer Region machen

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Die Bayer Foundation wird ihre bestehende Zusammenarbeit mit der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) ausweiten und Doktoranden aus Ländern südlich der Sahara Forschungsstipendien in Deutschland ermöglichen. Darüber hinaus werden Stipendien für Doktoranden und eine Forschungsplattform südlich der Sahara die Partnerschaft stärken und die Entwicklung der nächsten Generation führender Wissenschaftler in der Region voranbringen.

 

"Die westliche Wissenschaft ist oft darin gescheitert, Lösungen für die Herausforderungen in Subsahara-Afrika zu finden, weil wir oft einfach nicht wissen, welche Fragen die richtigen sind", sagt Dr. Karl Collins, Direktor Wissenschaftsprogramme bei der Bayer Foundation. "Deshalb wollen wir durch die Unterstützung der Ausbildung von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Subsahara-Afrika eine nachhaltige Entwicklung in ihren eigenen Ländern ermöglichen."


Die Kooperation ist auf sechs Jahre ausgelegt (2021 bis 2027) und die Bayer Foundation wird in dieser Zeit insgesamt 3 Mio. Euro zur Verfügung stellen, um junge Wissenschaftler aus Ländern südlich der Sahara dabei zu unterstützen, bahnbrechende Forschung in den Life Sciences zu leisten.

 

Humboldt-Bayer Science Foundation Fellowships

Im Rahmen der Kooperation werden insgesamt bis zu 18 Wissenschaftler eingeladen, wissenschaftliche Forschung im Bereich der Life Sciences an einem Forschungsinstitut oder einer Universität in Deutschland zu leisten und dabei Fragen nachzugehen, die für die weitere Entwicklung ihrer Herkunftsländer relevant sind.

 

„Wir betrachten die Wissenschaft als einen entscheidenden Wegbereiter für gesellschaftlichen Fortschritt – im Einklang mit unserer Vision ‚Wissenschaft und soziale Innovation voranzutreiben für eine Welt mit Health for all, hunger for none‘“, sagt Dr. Monika Lessl, Vorstand Bayer Foundation. „In Kooperation mit der Alexander von Humboldt-Foundation möchten wir Forscherinnen und Forscher in Afrika südlich der Sahara darin bestärken, etwas zu bewegen, den Fortschritt zu fördern und die nächste Generation wissenschaftlicher Führungskräfte in ihrer Gemeinschaft zu werden."

 

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AGNES-Bayer Science Foundation Research Grants

Ein zweites Element der sechsjährigen Zusammenarbeit ist die Stärkung des deutsch-afrikanischen Netzwerks „African-German Network of Excellence in Science“ (AGNES). Dieses Netzwerk wurde 2011 gegründet und fördert die Ausbildung junger Wissenschaftler in Subsahara-Afrika, indem sie in das afrikanische und internationale Humboldt-Netzwerk eingebunden werden. AGNES hat seine Zentrale in Benin und fördert akademische Exzellenz in der Forschung und die universitäre Ausbildung in den Ländern südlich der Sahara. Das Netzwerk setzt sich auch für den regionalen akademischen Austausch der Forscher ein. Im Rahmen der von 2021 bis 2027 laufenden Kooperation wird die Bayer Foundation 30 Stipendien für Doktoranden über AGNES zur Verfügung stellen, und zwar für Feldstudien zum Thema „Erhalt der Biodiversität und nachhaltige Landwirtschaft in Subsaha-Afrika“.

 

„Wir bei AGNES freuen uns natürlich sehr, an einer solchen Kooperation mit der Bayer Foundation teilzunehmen. Die Unterstützung wird den besten jungen Wissenschaftlern, denen es oft an Mitteln fehlt, um gute Forschungsarbeit zu leisten, dabei helfen, ihre Doktorarbeiten abzuschließen, und die Exzellenz in der Wissenschaft in der Region fördern“, erklärt Prof. Glèlè Kakaï, Leiter von AGNES.  

 

 

Humboldt-Bayer Science Foundation Forschungshub

Die Bayer Foundation und die Alexander von Humboldt-Stiftung werden auch den Aufbau einer Forschungsplattform unterstützen, die es AvH-Alumni in wissenschaftlichen Führungspositionen an afrikanischen Universitäten und Forschungsinstituten ermöglicht, langfristige Forschungskonzepte umzusetzen, die bei der Bekämpfung von Pandemien eine besondere Rolle spielen. Zu diesem Zweck kann sich der Alumni Kooperationspartner in Deutschland und Afrika aussuchen.

 

Enno Aufderheide, Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung, erklärt dazu: „Mit den Forschungshubs   legen wir die Kontrolle in die Hände der Afrikaner. Hervorragende Wissenschaftler dort entscheiden, welche Forschung ihr Land braucht und bieten deutschen Partnern die Gelegenheit, sich zu beteiligen. Das ist ein ganz neuer Weg, und das Interesse auf afrikanischer Seite ist riesig.“ Daniela Kneissl, Leiterin des Referats Afrika, Nahost bei der AvH, fügt hinzu: „Die Forschungshubs, die entweder im Bereich der nachhaltigen Landwirtschaft oder der öffentlichen Gesundheit eingerichtet werden sollen, werden sicherlich dazu beitragen, die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaften in Afrika in der Zeit nach Corona zu stärken.“

 

 

Zusammenarbeit seit  2013

Die Bayer Foundation und die Alexander von Humboldt-Stiftung arbeiten seit 2013 zusammen. Durch die bereits bestehenden Humboldt-Bayer Research Fellowships konnten die Partner 40 zusätzliche Stipendien für herausragende Wissenschaftler aus dem Ausland zur Verfügung stellen und diesen Forschern so neue Netzwerkchancen eröffnen. Die ehemalige Stipendiatin (2013-2014) Dr. Irina Delidovich aus Kasachstan, heute Gruppenleiterin an der RWTH Aachen, sagte in einem Interview: „Es war für mich eine Zeit der großartigen beruflichen Entwicklung. Ich musste mir keine Sorgen um die Finanzierung meiner Forschung machen und konnte mich komplett auf die Wissenschaft konzentrieren. Wir wurden von Anfang an zu diversen von Bayer organisierten Veranstaltungen, Networking-Treffen und Schulungen eingeladen.”

 

„Die wertvollste Erfahrung war für mich, Menschen, die bei Bayer arbeiten, kennenzulernen. Mit einigen stehen ich heute noch in Kontakt. Ich finde es toll, dass die Bayer Foundation und die Alexander von Humboldt-Stiftung ihre Kooperation fortführen, und hoffe, dass zukünftige Postdoktoranden ihre Zeit als Bayer-Stipendiaten ebenso genießen wie ich”, fügte Delidovich hinzu.

 

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