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Worauf achten Angel-Investoren
bei Sozialunternehmern?


Wir haben bei Maru nachgefragt, um zu erfahren, was ihr bei der Beurteilung potenzieller Bewerber wichtig ist.
 

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Beitrag und Interview von Krysia Sommers

 

Maru Winnacker war noch ein Baby, als sie allein in den Straßen von Seoul gefunden wurde. Im Alter von drei Jahren wurde sie von einer Familie aus dem Raum Frankfurt am Main adoptiert.

 

Heute besteht Marus Lebensaufgabe darin, anderen etwas zurückzugeben, indem sie diejenigen unterstützt, die die Welt zu einem besseren Ort machen möchten. Maru, eine „Serienunternehmerin“, ist die Gründerin von Super Group. Dort unterstützt sie globale visionäre Führungskräfte aus dem Technologiebereich mit Zugang zu Kapital, strategischen Partnerschaften und Talentakquise. Als Mutter von zwei Kindergartenkindern arbeitet sie derzeit mit der Bayer Foundation zusammen, um Bewerberinnen für einen neuen „Women´s Empowerment Award“ auszuwählen.
Wir haben bei Maru nachgefragt, um zu erfahren, was ihr bei der Beurteilung potenzieller Bewerber wichtig ist.

 

Was motiviert Sie?


Ich hatte großes Glück, von deutschen Eltern adoptiert zu werden und bin unglaublich dankbar für meine Kindheit und Erziehung in Deutschland. Mit dem, was ich tue, möchte ich bedürftigen Gesellschaften und Gemeinschaften etwas zurückgeben. Meine Motivation besteht darin, dass ich andere bei der Verwirklichung ihrer Träume unterstützen und beraten kann. Was ich aufgebaut habe, ist meiner Überzeugung nach ein äußerst einflussreiches und weltweites „Leistungsnetzwerk“, mit dem ich globale Leitfiguren, an die ich wirklich glaube, unterstütze.

 

Worauf achten Sie, wenn Sozialunternehmen Ihnen ihr Projekt vorstellen?

 

Viele Unternehmer und Start-ups präsentieren ihre Produkte hervorragend. Mir ist wichtig, dass die Führungskraft smart, belastbar und ein guter Mensch ist, der zielorientiert ist mit der Vision, ganze Branchen zum Besseren zu bewegen. Wenn Menschen mit Weitblick, erstklassiger Umsetzungskompetenz und einem höheren Ziel die Chance haben, noch leistungsstärker zu werden, dann können wir wirklich Veränderungen bewirken.

 

Wie wichtig ist es für Sozialunternehmen auch finanziellen Erfolg zu haben?

 

Vor Jahren mochten Sozialunternehmen kaum zugeben, dass sie profitabel waren. Heute halte ich es für äußerst wichtig, dass Menschen, die auf sozialer Ebene Dinge voranbringen, auch wissen, wie man Geld verdient. Die Kombination aus Wirkkraft und rentablem Geschäft kann letztlich die Welt zu einem besseren Ort machen.
 

„Meine Motivation besteht darin, dass ich andere bei der Verwirklichung ihrer Träume unterstützen und beraten kann.“


Maru Winnacker, Angel-Investorin

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Sie sind verantwortlich für die Due-Diligence-Prüfung der Nominierungen für den neuen Women’s Empowerment Award von Bayer. Warum ist dieser Preis wichtig für Sie?

 

Wenn Frauen im Führungsteam von Unternehmen sind, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass das Unternehmen erfolgreich ist. Das ist wissenschaftlich bewiesen. Frauen haben im Allgemeinen ein großes Talent für Empathie. Das ist eine strategische Stärke, die oft unterschätzt wird: Nur wenn man in der Lage ist, andere Sichtweisen zu verstehen, kann man fair verhandeln und Übereinkommen erzielen. Frauen sind zu Beginn zwar eher risikoavers, können aber meinen Beobachtungen zufolge außerordentlich gut erfolgreiche Unternehmen auf nachhaltige Weise aufbauen, die sich dem Fortschritt von der Gesellschaft und der Welt als Ganzes verschrieben haben.

 

Sie beschreiben sich selbst als unparteiische Verfechterin der Chancengleichheit. Können Sie das erklären?

 

Ich bin davon überzeugt, dass das beste Talent gewinnen sollte. Wenn eine von einem Mann geführte Organisation sich auch für die Weiterentwicklung und den Erfolg von Frauen stark macht, dann würde ich auch empfehlen, diese Organisation in die engere Wahl für eine Auszeichnung aufzunehmen. Schließlich geht es doch darum, wie wir alle gemeinsam daran arbeiten, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
 

 

 

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