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Digitale Befähigung kommunaler Gesundheitsarbeiter in Uganda


Living Goods, ein in Uganda ansässiges Sozialunternehmen, hat es sich zum Ziel gesetzt, jeder Familie die Gesundheitsversorgung zu verschaffen, die ihr nicht nur das Überleben, sondern auch ein gutes Leben ermöglicht.
 

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Kurz und Knapp

Living Goods, ein in Uganda ansässiges Sozialunternehmen, hat es sich zum Ziel gesetzt, jeder Familie die Gesundheitsversorgung zu verschaffen, die ihr nicht nur das Überleben, sondern auch ein gutes Leben ermöglicht. Mit diesem Ziel im Blick stattet Living Goods kommunale Gesundheitsarbeiter mit digitalen Tools für die Erbringung grundlegender Gesundheitsdienstleistungen aus.

 

Die Organisation war eines von fünf Sozialunternehmen, die einen Social Innovation Ecosystem Award der Bayer Foundation erhielten. Mit dem Preis konnten wir den Anwendungsbereich einer einzigartigen App erweitern, die mit ihren spezifischen Algorithmen kommunalen Gesundheitsarbeitern maßgeschneiderte Beratung sowie Behandlungs- oder Überweisungsempfehlungen geben kann. Etwa 375 kommunale Gesundheitsarbeiter, die medizinische Dienstleistungen für Mütter, Neugeborene und Familienplanung erbringen, sind dank dieser Partnerschaft in der Lage, rund 300.000 Menschen zu erreichen.

 

Wir hatten Gelegenheit, mit Emilie Chambert zu sprechen, die Landesdirektorin von Living Goods in Uganda ist und einen Social Innovation Ecosystem Award von der Bayer Foundation erhalten hat. Damit soll die Implementierung eines digitalen Programms zur Befähigung von Frauen, die als kommunale Gesundheitsarbeiterinnen tätig sind, unterstützt werden.
 

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Digitally-empowering community health workers in Uganda

Interview mit der Landesdirektorin von Living Goods für Uganda, Emilie Chambert


Von Christien van den Brink

 

Wie sind Sie mit der Bayer Foundation in Kontakt gekommen?

 

Emilie: Unsere CEO Liz Jarman traf sich 2019 während der Skoll-Konferenz in Oxford, England mit der Bayer Foundation. Es war sofort eine Verbindung zu spüren. Die Bayer Foundation war an unserem innovativen Modell interessiert und schätzte unsere Art der Zusammenarbeit mit dem gesamten Ökosystem aus Regierung, der Gemeinde und anderen Organisationen. Unser besonderes Augenmerk liegt auf der Erbringung von Leistungen für Frauen. Der erste Kontakt führt zur gemeinsamen Entwicklung eines Programms, das unserer Vorstellung nach eine echte Transformation bewirken sollte. Im September 2019 erhielten wir am Social Innovation Day von der Bayer Foundation einen Award und konnten Anfang Januar den Startschuss für das Projekt geben.

 

Können Sie uns mehr über das von der Bayer Foundation unterstützte Programm erzählen?

 

Emilie: Zu Anfang war Living Goods auf Mütter- und Kindergesundheit spezialisiert. Schnell wurde uns klar, dass die von uns geschaffene Struktur mit den voll ausgestatteten und befähigten kommunalen Gesundheitsarbeitern mehr leisten kann, insbesondere wenn die digitalen Voraussetzungen gegeben sind. Im Jahr 2018 hatten wir bereits ein Pilotprojekt für einen Familienplanungsdienst gestartet. Durch die Partnerschaft mit Bayer können wir dieses Pilotprojekt nun ausweiten. Nahezu 400 kommunale Gesundheitsarbeiter werden dann in der Lage sein, mehr als 10.000 schwangere Frauen zu betreuen. Das innovative Element besteht darin, dass wir diese zusätzliche Dienstleistung in die bereits von uns benutzte App integrieren können. Da wir einen leistungsbasierten Ansatz verfolgen, werden die kommunalen Gesundheitsarbeiter auf Grundlage ihrer Leistung bezahlt.
 

„Durch die Partnerschaft mit Bayer können wir dieses Pilotprojekt nun ausweiten. Nahezu 400 kommunale Gesundheitsarbeiter werden dann in der Lage sein, mehr als 10.000 schwangere Frauen zu betreuen.“


Emilie Chambert, Landesdirektorin von Living Goods in Uganda
 

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Warum wird dieses Programm in Uganda gebraucht?

 

Emilie: In Uganda gibt es viele Gemeinden, die von medizinischer Grundversorgung ausgeschlossen sind, weil sie in abgelegenen Gebieten liegen. Kommunale Gesundheitsarbeiter, die aus dieser Gegend kommen und den Menschen dort bekannt sind, können ihnen diese benötigten Dienstleistungen wirklich bis an die Haustür bringen. Das sind Personen, die Vertrauen genießen, gut ausgerüstet sind, die Menschen unterstützen und zu einfachen Gesundheitsproblemen beraten oder an weiter entfernte staatliche Gesundheitseinrichtungen überweisen können.

 

Welchen Win-Win-Effekt hat diese Partnerschaft zwischen Living Goods und der Bayer Foundation?

 

Emilie: In einer außerordentlich guten Zusammenarbeit ist ein Programm entwickelt worden, das wirklich etwas verändern wird. Für mich ist klar, dass diese Arbeit – mithilfe des Ökosystems aus Organisationen, die von Bayer unterstützt werden – für uns von Nutzen sein wird. Auch wird uns das Bayer-Forschernetzwerk dabei helfen, unsere Dienstleistungen zu verbessern.
 

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